“Erregend Neues” (Nienburger Zeitung)
Feinsinnige Kammermusik und zwei erregende Stücke neueren Datums erklangen am Sonntagnachmittag
im Zeichensaal des Quaet-Faslem Hauses. (...) Das Helian-Quartett ist ein hoch professionelles
Ensemble. Es bestach durch sein gepflegtes Zusammenspiel, durch delikat sensible
Ausdeutungen und durch seine überzeugend markante Dynamik. Konzentrierte Werktreue
paart sich mit angenehmer menschlicher Ausstrahlung. Andreas Salm (Klarinette) passte
sich perfekt ein. Wo gefordert, ließ er sein Instrument auch expressiv aufleuchten.
“Musik der sinnlich fließenden Übergänge” (Weser-Kurier)
Das Helian Quartett zeigte bei seinem Auftritt im Sendesaal wie groß Meister Aphorismen
schreiben. Igor Strawinskys Drei Stüke fü Streichquartett dauern nur ein paar Minuten,
entfalten jeweils eine Idee und erfülen sich auch schon darin. Die vier Musiker aus
Hannover entlockten diesen Miniaturen üer die typische Rhythmik Strawinskys hinaus
Momente von Harmonik und Klangfarbe, die aufhorchen ließn. Anton Weberns wie ein
Hauch vorüerfliegende Füf Säze fü Streichquartett am Ende des Konzertes bot das Helian-Quartett
mit berükender Subtilitä und Spielkultur. Davor war im ersten Teil Andreas Salm als
Klarinettist und Komponist hinzugetreten; man höte von ihm gleich zwei Klarinettenquintette,
auch diese wohltuend kurz und konzentriert. Das an diesem Abend uraufgefürte zweite
Klarinettenquintett “ünf Elemente”zeigte in seinen fünf Sätzen jeweils charakteristische
motivische Figuren und formale Geschlossenheit. Außerdem hörte man von dem Japaner
Toshio Hosokawa das “erbstlied”für Klarinette und Streichquartett, ein Werk mit sinnlich
fließenden Übergängen, in die heftige Figuren wie Inseln eingelassen sind. Eine klangschöne
Darstellung der vier Streicher und des Klarinettisten Andreas Salm.